Wie Korrekturen zur Barrierefreiheit in ein Theme für Shopify, Shopware, WooCommerce oder Magento gelangen

Eine Korrektur zur Barrierefreiheit, die in das Theme eines Shops gehört, ist eine Änderung an den eigenen Dateien des Themes. Validiscan liefert solche Änderungen als Pull Request, als unveröffentlichte Kopie eines Shopify-Themes oder als Patch-Paket und stellt sie nicht live: Das tun Händlerinnen und Händler oder ihr Entwicklungsteam, indem sie die Änderungen zusammenführen, veröffentlichen oder einspielen.

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Wohin gehört eine Korrektur zur Barrierefreiheit in einem Shop-Theme?

Eine Korrektur zur Barrierefreiheit für einen Fehler, der auf das Theme zurückgeht, gehört in die Datei des Shop-Themes, aus der das fehlerhafte Markup, Styling oder der fehlerhafte Text stammt: in ein Template, ein Stylesheet, ein Skript oder eine Übersetzungsdatei. Jede Plattform hat für diese Dateien ihre eigene Struktur und ihre eigene Template-Sprache.

Wo ein Storefront-Theme seinen Code ablegt, je Plattform (nach der Entwicklerdokumentation der jeweiligen Plattform)
Plattform Ort des Themes Templates Styles Texte im Shop
Shopify Ein Theme im Shop, mit den Ordnern layout, templates, sections, blocks, snippets, assets, config und locales Liquid; JSON-Templates führen nur die Sections auf, die eine Seite zeigt CSS und JavaScript in assets JSON-Sprachdateien in locales, gelesen mit dem Filter t
Shopware 6 Ein Theme-Plugin oder eine App in der Cloud von Shopware Twig-Templates unter Resources/views, die Storefront-Templates mit sw_extends erweitern SCSS Snippet-Dateien im JSON-Format unter Resources/snippet, gelesen mit dem Filter trans
WooCommerce Ein WordPress-Theme oder Child-Theme unter wp-content/themes, mit Template-Overrides für WooCommerce in seinem Ordner woocommerce PHP-Templates; Block-Themes verwenden HTML-Templates in einem Ordner templates Die Stylesheets des Themes Eine Text-Domain mit .pot-, .po- und .mo-Dateien
Magento Open Source und Adobe Commerce Ein Theme, üblicherweise unter app/design/frontend/Vendor/theme, mit einer Datei theme.xml .phtml-Templates und Layout-XML, in einem Ordner je Modul, das das Theme ändert Less und CSS; die Less-Dateien des Themes liegen in web/css/source .csv-Wörterbücher im Ordner i18n des Themes
Details: derselbe Fehler auf vier Plattformen, und wie sich eine Korrektur im Theme von einem Overlay unterscheidet

Geht ein Fehler auf das Theme zurück, gehört die Korrektur in die Datei, aus der das fehlerhafte Markup, Styling oder der fehlerhafte Text stammt: in ein Template, ein Stylesheet, ein Skript oder eine Übersetzungsdatei des Shop-Themes. Jede Plattform hat für diese Dateien ihre eigene Struktur und ihre eigene Template-Sprache. Derselbe Fehler, etwa eine Schaltfläche ohne Namen, kann deshalb auf Shopify in einer Liquid-Datei stecken, auf Shopware in einer Twig-Datei, auf WooCommerce in einer PHP-Datei und auf Magento in einer .phtml-Datei.

Eine Korrektur im Theme ändert den Code, den der Shop selbst ausliefert. Entwicklerinnen und Entwickler können die Korrektur als Diff lesen, bevor sie live geht, und sie wie jede andere Codeänderung zurücknehmen. Ein Barrierefreiheits-Overlay funktioniert anders: Es ist ein Skript, das die Seiten des Shops im Browser der Besucherinnen und Besucher verändert. Das Theme bleibt dabei, wie es war, bis auf den Verweis, der das Skript lädt. Was Overlays ändern und was sie unverändert lassen

Wo legt jede Plattform den Code des Themes ab?

Jede Plattform legt den Code eines Themes in ihrer eigenen Struktur ab: Ein Shopify-Theme besteht aus festen Ordnern; ein Theme für Shopware 6 ist ein Plugin, in der Cloud von Shopware eine App; Template-Overrides für WooCommerce liegen im Ordner woocommerce eines Child-Themes in WordPress; ein Theme für Magento liegt üblicherweise unter app/design/frontend/<Vendor>/.

Wo legt ein Shopify-Theme seinen Code ab?

Ein Shopify-Theme besteht aus festen Ordnern: assets, blocks, config, layout, locales, sections, snippets und templates. Andere Unterordner als die dort aufgeführten werden laut Shopifys Dokumentation zur Theme-Architektur nicht unterstützt. Das Layout enthält wiederkehrende Elemente wie Kopf- und Fußbereich. Sections sind Module, die Händlerinnen und Händler hinzufügen und anpassen können, und Snippets sind Liquid-Bausteine, die sich an jeder Stelle des Themes rendern lassen. Seit Online Store 2.0 kann ein Template eine JSON-Datei sein, die nur Sections aufführt, während Liquid-Templates Code enthalten. In einem Theme mit JSON-Templates gehört eine Korrektur am Markup einer Seite deshalb in die Datei der Section, des Snippets, des Blocks oder des Layouts, die dieses Markup rendert. Übersetzte Shop-Texte liegen in JSON-Sprachdateien, die das Theme mit dem Filter t liest. Theme-Einstellungen, die Händlerinnen und Händler im Theme-Editor ändern, stehen in der Datei config/settings_data.json des Themes.

Wo legt ein Theme für Shopware 6 seinen Code ab?

Shopwares Dokumentation zu Storefront-Themes beschreibt ein Theme als Plugin, in der Cloud von Shopware als App, ohne Backend-Logik: Es enthält nur die Darstellung der Storefront, etwa Twig-Templates und SCSS. Ein Theme überschreibt ein Storefront-Template, indem es unter demselben Pfad in seinem eigenen Ordner Resources/views eine Datei anlegt, das Original mit sw_extends erweitert und nur die Twig-Blöcke ersetzt, die es braucht. Übersetzte Texte stammen aus Snippet-Dateien im JSON-Format unter Resources/snippet; Templates binden sie mit dem Filter trans ein. Jedes Theme erbt vom Standard-Theme von Shopware, @Storefront, und kann zusätzlich von einem anderen Theme erben (Shopware zur Theme-Vererbung). Als einen Anwendungsfall nennt Shopware ein gekauftes Theme, dessen Aussehen sich ändern soll, ohne dass der Code dieses Themes selbst geändert wird.

Wo legt WooCommerce auf WordPress den Code eines Themes ab?

Die eigenen Template-Dateien von WooCommerce enthalten das Markup für das Frontend des Shops und für die HTML-E-Mails. Sie werden mit dem Plugin ausgeliefert und liegen im Ordner wp-content/plugins/woocommerce/templates/. Laut dem Leitfaden von WooCommerce zur Template-Struktur ändert man ein Template, indem man es in einen Ordner woocommerce in einem Child-Theme kopiert, in derselben Dateistruktur, nur ohne den Ordner templates. Die Kopie überschreibt dann die Standardversion. Das Theme selbst ist entweder ein klassisches WordPress-Theme aus PHP-Templates oder ein Block-Theme, dessen HTML-Templates in /templates Vorrang vor den gleichnamigen Standard-Templates von WooCommerce haben. Ein Child-Theme verändert ein anderes Theme, sein Parent-Theme, ohne dessen Dateien zu bearbeiten: Eine gleichnamige Template-Datei im Child-Theme überschreibt die des Parent-Themes (WordPress Theme Handbook zu Child-Themes). Die Texte eines Themes werden über seine Text-Domain übersetzt, mit einer .pot-Vorlage sowie je Sprache einer .po-Datei und einer kompilierten .mo-Datei (WordPress Theme Handbook zur Internationalisierung).

Wo legt ein Theme für Magento Open Source oder Adobe Commerce seinen Code ab?

Nach der Dokumentation von Adobe liegen die Storefront-Themes von Magento Open Source und Adobe Commerce üblicherweise unter app/design/frontend/<Vendor>/ (Adobes Leitfaden zur Theme-Struktur). Innerhalb eines Themes erhält jedes Modul, das das Theme ändert, einen eigenen Ordner, etwa Magento_Catalog. Darin liegen unter templates die .phtml-Dateien, die die Templates des Moduls überschreiben, und unter layout die XML-Dateien, die seine Layouts erweitern. Übersetzungen sind .csv-Dateien im Ordner i18n des Themes. Styles sind CSS oder Less, wobei die Less-Dateien des Themes in web/css/source liegen (Adobes Leitfaden zu CSS). Die Datei theme.xml nennt das Parent-Theme, wenn das Theme von einem anderen erbt. Ein Theme erbt Templates, Layouts und statische Dateien von seinem Parent-Theme: Magento sucht eine Datei zuerst im aktuellen Theme, dann in den übergeordneten Themes und zuletzt in den Dateien des Moduls selbst (Adobe zur Theme-Vererbung).

Kann ein Theme-Update eine Korrektur zur Barrierefreiheit rückgängig machen?

Ja. Ein Theme-Update kann eine Korrektur zur Barrierefreiheit rückgängig machen, wenn die Korrektur in einer Datei liegt, die das Update ersetzt, oder wenn das Update die Änderung nicht übernehmen kann. Auf manchen Plattformen können außerdem andere Änderungen eine Korrektur verdecken. Die Plattformen beschreiben das jeweils auf ihre Weise.

  • WooCommerce zur Template-Struktur

    WooCommerce

    Änderungen, die direkt in einem Plugin oder einem Parent-Theme vorgenommen werden, verschwinden, sobald dieses aktualisiert wird; WooCommerce empfiehlt ein Child-Theme mit Template-Overrides.

  • WordPress Theme Handbook zu Templates

    Block-Themes in WordPress

    Ein Template, das jemand im Website-Editor geändert hat, wird in der Datenbank der Website gespeichert und hat Vorrang vor den Template-Dateien des Themes und eines Child-Themes; eine Korrektur in der Datei eines solchen Templates bekommen Besucherinnen und Besucher dann nicht zu sehen.

  • Adobe zu Themes und Templates

    Magento Open Source und Adobe Commerce

    Upgrades können die Theme-Dateien von Luma und Blank und die Standard-Templates überschreiben; für Änderungen empfiehlt Adobe ein eigenes Theme, das von Luma oder Blank erben kann.

  • Shopware zur Theme-Konfiguration

    Shopware 6

    Shopware warnt: Überschreibt ein Theme Variablen eines Drittanbieter-Themes, lässt es sich unter Umständen nicht mehr kompilieren, wenn jenes Theme diese Variablen später umbenennt oder entfernt.

  • Help Center von Shopify zum Aktualisieren von Themes

    Shopify

    Codeänderungen, die nicht mit dem Theme-Update kollidieren, werden in die aktualisierte Kopie übernommen; sind sie mit dem Update nicht vereinbar, fehlen in der aktualisierten Kopie sämtliche Codeänderungen.

Details: was jede Plattform dazu dokumentiert, welcher Theme-Quellcode die Korrekturen erhält, und der Regressionsschutz

Ein Theme-Update kann eine Korrektur zur Barrierefreiheit rückgängig machen, wenn die Korrektur in einer Datei liegt, die das Update ersetzt, oder wenn das Update die Änderung nicht übernehmen kann. Auf manchen Plattformen können außerdem andere Änderungen eine Korrektur verdecken. Die Plattformen beschreiben das jeweils auf ihre Weise.

  • WooCommerce. Änderungen, die direkt in einem Plugin oder einem Parent-Theme vorgenommen werden, verschwinden laut WooCommerce zur Template-Struktur, sobald sich das Plugin oder Theme aktualisiert. Bei diesem Vorgang wird die alte Version vollständig gelöscht und durch eine neue, aktualisierte Kopie ersetzt. WooCommerce empfiehlt stattdessen ein Child-Theme mit Template-Overrides. Diese Overrides werden nicht mitaktualisiert, wenn sich die Kern-Templates von WooCommerce ändern, und der Systemstatus-Bericht von WooCommerce kann darauf hinweisen, dass ein Override veraltet ist.
  • Block-Themes in WordPress. Ein Template, das jemand im Website-Editor geändert hat, wird in der Datenbank der Website gespeichert und hat Vorrang vor den Template-Dateien des Themes und eines Child-Themes (WordPress Theme Handbook zu Templates und zur Template-Hierarchie). Eine Korrektur in der Datei eines solchen Templates bekommen Besucherinnen und Besucher dann nicht zu sehen.
  • Magento Open Source und Adobe Commerce. Adobe rät nachdrücklich davon ab, die Theme-Dateien von Luma und Blank oder die Standard-Templates zu ändern, weil Upgrades sie überschreiben können (Adobe zu Themes, Adobe zu Templates). Für Änderungen empfiehlt Adobe ein eigenes Theme, das von Luma oder Blank erben kann.
  • Shopware 6. Ein Theme, das von einem gekauften Theme erbt, lässt dessen Code unverändert, wie oben beschrieben. Shopware warnt jedoch: Überschreibt ein Theme Variablen eines Drittanbieter-Themes, lässt es sich unter Umständen nicht mehr kompilieren, wenn jenes Theme diese Variablen später umbenennt oder entfernt (Shopware zur Theme-Konfiguration).
  • Shopify. Laut der englischsprachigen Seite des Help Centers von Shopify zum Aktualisieren von Themes werden Codeänderungen, die nicht mit dem Theme-Update kollidieren, in die aktualisierte Kopie übernommen. Sind sie mit dem Update nicht vereinbar, fehlen in der aktualisierten Kopie sämtliche Codeänderungen, und wer sie behalten will, muss sie in die neue Version übertragen. Das Update erscheint als Theme-Entwurf, dessen Name mit „Updated copy of“ beginnt.

Die Korrekturen von Validiscan sind Änderungen an den Dateien des Theme-Quellcodes, den Validiscan erhält. Welcher Code das ist (das verwendete Theme, sein Child-Theme oder ein Theme, das davon erbt), ist deshalb vor Beginn der Arbeit eine Frage an das Entwicklungsteam des Shops. Erhält Validiscan ein WooCommerce-Theme als ZIP, bittet das Kundenportal um den Theme-Ordner „einschließlich des Child-Themes, falls Sie eines verwenden“. Der Regressionsschutz, ein eigener Dienst, der nach einem Projekt monatlich abgerechnet wird, scannt den Shop wöchentlich oder monatlich erneut und vergleicht jeden Durchlauf mit dem Ausgangsstand. Taucht ein behobener Fehler wieder auf, etwa nach einem Theme-Update, wird der Befund wieder geöffnet und als Regression gemeldet. Ein erneuter Scan findet nur, was automatisierte Prüfungen auf den Seiten finden können, die er erreicht.

Wie kommt Validiscan an den Quellcode des Themes?

Validiscan erhält eine Kopie des Theme-Quellcodes auf einem von drei Wegen: über ein GitHub-Repository (alle vier Plattformen), ein Theme-Access-Passwort (nur Shopify) oder ein ZIP des Themes (alle vier Plattformen, für ein Patch-Paket). Steht keiner der drei Wege zur Verfügung, wird keine Korrektur vorbereitet.

Die drei Wege, auf denen Validiscan eine Kopie des Theme-Quellcodes erhält
Weg Plattformen Was es braucht
Ein GitHub-Repository Alle vier Der Shop installiert die GitHub App von Validiscan im Repository oder gibt Validiscan ein Zugriffstoken. Die Einrichtung von Validiscan legt die Berechtigungen der App fest: Schreibzugriff auf die Inhalte und Pull Requests des Repositorys, Lesezugriff auf seine Metadaten und sonst nichts.
Ein Theme-Access-Passwort Nur Shopify Ein Passwort, das die App Theme Access von Shopify erstellt; solche Passwörter gewähren Schreibzugriff ausschließlich auf Themes (den Scope write_themes). Für die Einrichtung braucht es die Inhaberin oder den Inhaber des Shops oder eine Mitarbeiterin, einen Mitarbeiter oder einen Collaborator mit der Berechtigung für Themes.
Ein ZIP des Themes Alle vier Eine einzige Datei von bis zu 100 MB, im Kundenportal hochgeladen, für ein Patch-Paket.

Quelle: Shopify, Manage theme access

Details: die drei Wege, der Arbeitsordner und worum das Kundenportal auf jeder Plattform bittet

Validiscan bereitet Korrekturen an einer Kopie des Theme-Quellcodes vor und erhält diese Kopie auf einem von drei Wegen. Angewendet werden die Korrekturen in einem temporären Arbeitsordner, der nach jeder Auslieferung gelöscht wird.

  • Ein GitHub-Repository, auf allen vier Plattformen. Der Shop installiert die GitHub App von Validiscan im Repository oder gibt Validiscan ein Zugriffstoken. Die Einrichtung von Validiscan legt die Berechtigungen der App fest: Schreibzugriff auf die Inhalte und Pull Requests des Repositorys, Lesezugriff auf seine Metadaten und sonst nichts.
  • Ein Theme-Access-Passwort, nur auf Shopify. Die App Theme Access von Shopify erstellt Passwörter, die Schreibzugriff ausschließlich auf Themes gewähren (den Scope write_themes). Für die Einrichtung braucht es die Inhaberin oder den Inhaber des Shops oder eine Mitarbeiterin, einen Mitarbeiter oder einen Collaborator mit der Berechtigung für Themes. Laut Shopifys Dokumentation (Stand: 6. Oktober 2026) läuft der Link zum Passwort nach 7 Tagen ab oder sobald das Passwort angesehen wurde, und wer das Passwort löscht, entzieht damit den Zugriff.
  • Ein ZIP des Themes, auf allen vier Plattformen, für ein Patch-Paket. Es wird im Kundenportal als eine einzige Datei von bis zu 100 MB hochgeladen. Das Kundenportal bittet auf Shopware um den Ordner des Theme-Plugins unter custom/plugins, auf WooCommerce um den Theme-Ordner unter wp-content/themes, auf Magento um den Theme-Ordner unter app/design/frontend und auf Shopify um die Theme-Datei, die sich im Shopify-Adminbereich herunterladen lässt.

Steht keiner der drei Wege zur Verfügung, hat Validiscan keinen Code, den es ändern könnte, und es wird keine Korrektur vorbereitet.

Wie kommen die Änderungen an, und wer stellt sie live?

Validiscan liefert freigegebene Korrekturen als Pull Request, als unveröffentlichte Kopie des Shopify-Themes oder, voreingestellt, als Patch-Paket. Keiner der drei Wege verändert das veröffentlichte Theme des Shops oder den Standard-Branch des Repositorys: Live stellen die Änderungen Händlerinnen und Händler oder ihr Entwicklungsteam.

Die drei Wege, auf denen Validiscan Korrekturen ausliefert
Auslieferungsweg Plattformen Was Validiscan braucht Was ankommt Wer es live stellt
Pull Request Alle vier, wenn das Theme in einem GitHub-Repository liegt Zugriff auf das Repository über die GitHub App oder ein Token Ein neuer Branch mit einem Commit je Korrektur und ein Pull Request Das Entwicklungsteam, durch Merge und Deployment
Unveröffentlichte Theme-Kopie Nur Shopify Ein Theme-Access-Passwort Ein neues, unveröffentlichtes Theme mit dem Namen Validiscan A11y <yyyy-mm-dd>, dazu ein Vorschaulink und eine Anleitung zum Veröffentlichen Händlerin oder Händler, durch Veröffentlichen des Themes im Shopify-Adminbereich
Patch-Paket Alle vier Ein ZIP des aktuellen Themes, im Kundenportal hochgeladen; jede Änderung verweist dann auf die genaue Datei und Zeile Ein ZIP-Archiv mit den Änderungen als Patches, einer Anleitung und den vollständigen geänderten Dateien Das Entwicklungsteam, durch Einspielen der Änderungen und Deployment des Themes
Details: wie der Auslieferungsweg festgelegt wird

Validiscan liefert freigegebene Korrekturen als Pull Request, als unveröffentlichte Kopie des Shopify-Themes oder als Patch-Paket. Der Weg wird je Shop festgelegt, nicht je Plattform, und voreingestellt ist das Patch-Paket. Keiner der drei Wege verändert das veröffentlichte Theme des Shops oder den Standard-Branch des Repositorys.

Was enthält ein Pull Request, und was ändert der Merge?

Validiscan legt einen Branch mit dem Namen validiscan/a11y-<date>-<id> an, committet jede Korrektur einzeln mit einer Nachricht der Form fix(a11y): <title> (WCAG <criteria>) und öffnet einen Pull Request. In den Standard-Branch wird nichts übertragen. Im Text des Pull Requests steht: „Jede Korrektur ist ein eigener Commit. So können Sie die Änderungen einzeln prüfen, übernehmen oder zurücknehmen.“ Auf Shopify lässt sich ein Theme über die GitHub-Integration von Shopify mit einem GitHub-Branch verbinden; das Theme wird dann bei jeder Änderung an diesem Branch aktualisiert. Das gilt auch in umgekehrter Richtung: Änderungen, die im Shopify-Adminbereich vorgenommen werden, committet Shopify in den verbundenen Branch, und laut Shopify lässt sich das nicht abschalten. Änderungen im Theme-Editor werden in Einstellungsdateien wie config/settings_data.json gespeichert, und diese Datei kann auch durch die Kontrastkorrektur von Validiscan geändert werden. Ein Pull Request kann deshalb mit einem Commit in Konflikt geraten, den Shopify auf dem Branch angelegt hat, in den er zusammengeführt wird. Ist der Branch, in den ein Pull Request zusammengeführt wird, mit dem veröffentlichten Theme verbunden, ändert schon der Merge den Live-Shop.

Was enthält eine unveröffentlichte Kopie des Shopify-Themes, und wer veröffentlicht sie?

Validiscan holt das Live-Theme mit Shopify CLI, wendet die Korrekturen an und überträgt das Ergebnis in ein neues, unveröffentlichtes Theme mit dem Namen Validiscan A11y <yyyy-mm-dd>. Der Auslieferungscode von Validiscan lehnt jeden Push ab, der --live, --allow-live oder --publish enthält oder auf das Live-Theme zielt, und theme publish verweigert er grundsätzlich. Shopifys Tutorial für Entwicklerinnen und Entwickler, die das Theme eines Shops anpassen, beschreibt einen ähnlichen Weg: das geänderte Theme als neues, unveröffentlichtes Theme hochladen und es veröffentlichen, nachdem die Händlerin oder der Händler die Änderungen freigegeben hat. Bei Validiscan veröffentlichen Händlerinnen und Händler das Theme selbst.

Wird die Kopie veröffentlicht, wandert das zuvor veröffentlichte Theme zu den Theme-Entwürfen (Help Center von Shopify zum Veröffentlichen von Themes, auf Englisch). Es bleibt also in der Theme-Bibliothek und lässt sich wieder veröffentlichen. Die Kopie entspricht dem Live-Theme zu dem Zeitpunkt, an dem Validiscan es geholt hat, einschließlich der Theme-Einstellungen in config/settings_data.json. Was danach am Live-Theme geändert wurde, ob Inhalte, Einstellungen oder Code, fehlt in der Kopie und muss vor dem Veröffentlichen auch dort nachgetragen werden. Die Kopie wird mit Shopify CLI in die Theme-Bibliothek hochgeladen und nicht aus dem Shopify Theme Store installiert. Laut der Seite des Help Centers zum Aktualisieren von Themes gibt es Updates nur für Themes, die aus dem Theme Store installiert wurden. Bevor die Kopie veröffentlicht wird, prüft eine Entwicklerin oder ein Entwickler, ob Shopify für dieses Theme weiterhin Updates anbietet.

Was enthält ein Patch-Paket?

Ein Patch-Paket ist ein ZIP-Archiv für Entwicklerinnen und Entwickler. PATCH.md erklärt jede Änderung und wie sie angewendet wird. validiscan-a11y.patch enthält alle Änderungen in einem Patch für git apply, diffs/ enthält einen Patch je Korrektur, und files/ enthält die vollständigen geänderten Dateien auf Basis des hochgeladenen Theme-ZIPs. In der README des Pakets steht: „Nichts in diesem Archiv wird von selbst auf Ihrer Website ausgeführt: keine Skripte, keine Widgets, keine Overlays.“

Was sollten Entwicklerinnen und Entwickler prüfen, bevor eine Korrektur live geht?

Den Diff jedes Commits, die betroffenen Seiten in einer Vorschau- oder Staging-Umgebung und die geänderten Elemente mit der Tastatur und nach Möglichkeit mit einem Screenreader. So steht es in der Checkliste für die Prüfung im Pull Request von Validiscan; nach dem Merge prüft Validiscan die betroffenen Seiten mit einem Verifizierungsscan.

Die Checkliste für die Prüfung im Pull Request von Validiscan
  1. Prüfen Sie den Diff jedes Commits.
  2. Stellen Sie den Branch in einer Vorschau- oder Staging-Umgebung bereit, nicht im Live-Shop.
  3. Öffnen Sie die betroffenen Seiten und prüfen Sie, ob sie wie bisher aussehen und funktionieren.
  4. Bedienen Sie die geänderten Elemente nur mit der Tastatur: Alles muss erreichbar und der Fokus sichtbar sein.
  5. Prüfen Sie die geänderten Elemente nach Möglichkeit mit einem Screenreader, zum Beispiel NVDA oder VoiceOver.
  6. Führen Sie den Merge durch, wenn Sie zufrieden sind. Validiscan prüft die betroffenen Seiten anschließend mit einem Verifizierungsscan.
Details: die Checkliste, die Sprachen der Auslieferungsdokumente und die Plattformseiten

Die Checkliste für die Prüfung im Pull Request von Validiscan bittet das Entwicklungsteam, die Korrekturen wie jede andere Änderung am Theme zu prüfen und die geänderten Elemente zusätzlich mit der Tastatur und nach Möglichkeit mit einem Screenreader zu bedienen. Sie nennt diese Schritte:

  1. Prüfen Sie den Diff jedes Commits.
  2. Stellen Sie den Branch in einer Vorschau- oder Staging-Umgebung bereit, nicht im Live-Shop.
  3. Öffnen Sie die betroffenen Seiten und prüfen Sie, ob sie wie bisher aussehen und funktionieren.
  4. Bedienen Sie die geänderten Elemente nur mit der Tastatur: Alles muss erreichbar und der Fokus sichtbar sein.
  5. Prüfen Sie die geänderten Elemente nach Möglichkeit mit einem Screenreader, zum Beispiel NVDA oder VoiceOver.
  6. Führen Sie den Merge durch, wenn Sie zufrieden sind. Validiscan prüft die betroffenen Seiten anschließend mit einem Verifizierungsscan.

Die Auslieferungsdokumente (der Text des Pull Requests, PATCH.md und die README) sind auf Englisch oder Deutsch verfasst. Kundinnen und Kunden, deren Sprache auf Dänisch, Französisch oder Spanisch eingestellt ist, erhalten die englische Fassung.

Was die Korrekturen auf der jeweiligen Plattform ändern und was Händlerinnen und Händler dafür bereitstellen, beschreiben die Plattformseiten: Korrekturen zur Barrierefreiheit für Shopify-Themes, für Shopware-Themes, für WooCommerce-Themes und für Magento-Themes.

Was tut Validiscan dabei?

Auf Shopify, Shopware, WooCommerce und Magento bereitet Validiscan Korrekturen im eigenen Theme-Code des Shops vor, wenn die Korrektur eines Fehlers dorthin gehört; Befunde der Stufe MANUAL erhalten nur eine Anleitung. Sobald die Änderungen live sind, prüft ein Verifizierungsscan die betroffenen Seiten, und das Remediation Evidence Package hält fest, was der Verifizierungsscan ergeben hat.

Details: der Verifizierungsscan und was das Remediation Evidence Package festhält

Auf Shopify, Shopware, WooCommerce und Magento bereitet Validiscan Korrekturen im eigenen Theme-Code des Shops vor, wenn die Korrektur eines Fehlers dorthin gehört, und liefert sie auf den drei oben beschriebenen Wegen aus. Befunde der Stufe MANUAL erhalten nur eine Anleitung, keine Codeänderung. Sobald die Änderungen live sind, prüft ein Verifizierungsscan die betroffenen Seiten erneut. Das Remediation Evidence Package hält dann fest, was geprüft wurde, was geändert wurde und was der Verifizierungsscan ergeben hat, mit dem Datum jedes Scans. Es belegt eine Prüfung und die Arbeit an der Behebung; ein Zertifikat ist es nicht. Wie ein Projekt abläuft, Schritt für Schritt

Dieser Ratgeber dient der Information und ist keine Rechtsberatung.

Quellen

28 Quellen: die Entwicklerdokumentation von Shopify, Shopware, WooCommerce und WordPress sowie von Adobe. Jede wurde für diesen Ratgeber am 6. Oktober 2026 geprüft.

Shopify 12
  1. Theme architecture · Shopify · geprüft am
  2. Online Store 2.0 · Shopify · geprüft am
  3. Liquid templates · Shopify · geprüft am
  4. Storefront locale files · Shopify · geprüft am
  5. settings_data.json · Shopify · geprüft am
  6. Shopify GitHub integration for themes · Shopify · geprüft am
  7. Manage theme access · Shopify · geprüft am
  8. theme pull (Shopify CLI) · Shopify · geprüft am
  9. theme push (Shopify CLI) · Shopify · geprüft am
  10. Customize a merchant theme · Shopify · geprüft am
  11. Updating themes · Shopify Help Center · geprüft am
  12. Publishing themes · Shopify Help Center · geprüft am
Shopware 5
  1. Storefront Themes · Shopware · geprüft am
  2. Customize Templates · Shopware · geprüft am
  3. Add Translations · Shopware · geprüft am
  4. Theme Inheritance · Shopware · geprüft am
  5. Theme Configuration · Shopware · geprüft am
WooCommerce und WordPress 6
  1. Template structure & Overriding templates via a theme · WooCommerce · geprüft am
  2. Theming for Woo blocks · WooCommerce · geprüft am
  3. Child Themes (Theme Handbook) · WordPress.org · geprüft am
  4. Templates (Theme Handbook) · WordPress.org · geprüft am
  5. Template Hierarchy (Theme Handbook) · WordPress.org · geprüft am
  6. Internationalization (Theme Handbook) · WordPress.org · geprüft am
Magento Open Source und Adobe Commerce 5
  1. Theme structure · Adobe (Adobe Commerce frontend development guide) · geprüft am
  2. Themes · Adobe (Adobe Commerce frontend development guide) · geprüft am
  3. Templates · Adobe (Adobe Commerce frontend development guide) · geprüft am
  4. Theme inheritance · Adobe (Adobe Commerce frontend development guide) · geprüft am
  5. Cascading style sheets (CSS) · Adobe (Adobe Commerce frontend development guide) · geprüft am

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